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The Quireboys: Tramps, Thieves And Black Eyed Sons

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The Quireboys: Tramps, Thieves And Black Eyed Sons

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ISS_QUIREBOYS_2014_0045Du willst mir jetzt doch nicht ernsthaft erzählen, dass…
(unterbricht und lacht) Natürlich haben wir es mal auf eine Titelseite eines People-Magazins geschafft! Das war in Schweden und ging darum, dass ich besoffen im Flugzeug rumkotzte. Ich hatte schon bevor wir einstiegen einen derart schlimm aufgewärmten Rausch, dass mich das Bodenpersonal erst gar nicht an Bord der Maschine lassen wollte. Na ja, in der Boeing trank ich dann lustig weiter, bis die Suppe überall landete, inklusive auf meiner Wenigkeit. Daraufhin bekam ich für die folgenden zwei Jahre ein Alkoholverbot bei allen Airlines aufgebrummt. Zum Glück darf ich mir jetzt wieder ein Gläschen genehmigen (lacht)

Wie ist es denn zum – sagen wir mal – Ausgangsrausch gekommen?
Am vorangegangenen Abend spielten wir mit Whitesnake. Ich sattelte mit David Coverdale ein ordentliches Ding auf und machte am nächsten Morgen einfach weiter. Zum Frühstück trank ich erst mal gepflegt eine Flasche Wein. Was mir gerade noch einfällt: Im Flugzeug flogen sogar noch die Fäuste und ich hatte eine Auseinandersetzung mit dem Kapitän…leider kann ich mich aufgrund der damaligen Gegebenheiten nicht mehr genau daran erinnern, wie es dazu kam. Mein damaliges Ich war einfach jung und dumm (lacht)

Nach dieser dekadenten Zeit raffte euch und viele euerer Mitstreiter Grunge jäh dahin (mehr dazu im The-Quireboys-Interview mit Guy Griffin in Classic Rock #23 – Anm.d.A) und deine Band stieg erst wieder 2001 mit THIS IS ROCK’N’ROLL aus der Versenkung…
Damals zog ich gerade von Amerika zurück nach England, da meine Schwester und ich ein Unternehmen starteten. Irgenwann traf ich die Leute von Sanctuary Records und sie wollten mit mir eine Soloscheibe produzieren. Ich fragte sie daraufhin: „Was haltet ihr davon, wenn wir The Quireboys zurückholen?“ Sie waren sofort begeistert. Da der Split nicht im Streit erfolgt war und wir immer noch im regen Kontakt standen, waren nur ein paar Anrufe dazu nötig. Lediglich Guy Bailey wollte nicht bei der Wiedergeburt der Band dabei sein. Ihm war es unangenehm wieder auf die Bühne zu gehen. Allerdings gab es von seiner Seite aus keine Einwände gegen die Reunion. Das war ’ne ziemlich komische Zeit, denn Guy Griffin war gerade mit seiner Scheidung beschäftigt und bei mir war die Beziehung mit meiner Freundin im Eimer. Keiner von uns hatte in diesen Tagen einen höheren Sinn in seinem Leben. (lacht) Wir trafen uns daraufhin in einem Loft in Los Angeles, die funken sprühten und The Quireboys war zurück auf dem Rock’n’Roll-Highway. Seit diesem magischen Treffen stoppte dieser Motor nie mehr. Jetzt sind wir 30 und ich denke, dass noch viele ereignisreiche Jahre auf die Jungs und mich warten…

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